Brain HealthForscher der Yale University identifizieren zwei Proteine, die die Ausbreitung von Parkinson im Gehirn vorantreiben
Forscher der Yale University haben zwei Proteine auf der Oberfläche von Gehirnzellen identifiziert – mGluR4 und NPDC1 –, die offenbar dabei helfen, das mit Parkinson verbundene toxische Protein von Neuron zu Neuron zu verbreiten. Mithilfe eines umfangreichen Screenings von 4.400 gentechnisch veränderten Zelllinien fanden Wissenschaftler heraus, dass diese Proteine als Eintrittspunkte für fehlgefaltetes Alpha-Synuclein fungieren, das charakteristische Merkmal von Parkinson. Als Mäuse gentechnisch so verändert wurden, dass ihnen diese Proteine fehlten, und sie anschließend fehlgefaltetem Alpha-Synuclein ausgesetzt wurden, zeigten sie im Vergleich zu normalen Mäusen deutlich weniger Krankheitsprogression und einen besseren Erhalt der dopaminproduzierenden Neuronen. Die in Nature Communications veröffentlichten Ergebnisse könnten den Weg zu Therapien weisen, die darauf ausgelegt sind, Parkinson zu verlangsamen oder aufzuhalten, anstatt lediglich die Symptome zu behandeln.