Longevity & AgingJüngere Gehirne im strukturellen Sinne widerstehen dem kognitiven Abbau bei Alzheimer – noch vor dem Auftreten von Symptomen
Eine neue Studie, veröffentlicht in *Neurology*, ergab, dass Menschen, deren Gehirn im MRT jünger erscheint als ihr tatsächliches Alter, eine größere Widerstandsfähigkeit gegenüber Alzheimer-bedingter Pathologie aufweisen. Forscher untersuchten kognitiv gesunde ältere Erwachsene und stellten fest, dass bei jenen mit jünger erscheinendem Gehirn der Zusammenhang zwischen Alzheimer-Pathologie und dem Rückgang von Gedächtnis, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Arbeitsgedächtnis und exekutiven Funktionen schwächer ausgeprägt war. Bemerkenswerterweise zeigten traditionelle Marker der kognitiven Reserve – wie das Bildungsniveau – keinen signifikanten Schutzeffekt. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Erhaltung der allgemeinen strukturellen Gehirngesundheit – durch Sport, gesunde Ernährung, erholsamen Schlaf und geistige Herausforderungen – eine wirksame Strategie sein könnte, um die kognitiven Folgen der Alzheimer-Krankheit zu verzögern oder zu reduzieren, und zwar selbst Jahrzehnte bevor Symptome auftreten.