Longevity & AgingIhre innere Uhr und das Altern sind tief miteinander verbunden – was die Wissenschaft heute weiß
Diese Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2025 von der Universität Murcia untersucht das aufkommende Konzept des „zirkadianen Alterns" – die Schnittstelle zwischen biologischer Zeitmessung und chronologischem Altern. Die Autoren verfolgen, wie die zirkadiane Uhr der Säugetiere, gesteuert durch Gene wie CLOCK, BMAL1, PER und CRY, Stoffwechsel, Immunsystem, Schlaf und Kognition reguliert. Mit zunehmendem Alter fragmentieren und schwächen sich diese Rhythmen ab, was die Merkmale des Alterns beschleunigt. Bemerkenswert ist, dass langlebige Arten wie Nacktmulle robuste zirkadiane Rhythmen ihr ganzes Leben lang aufrechterhalten. Die Übersichtsarbeit untersucht außerdem, wie Alterungspfade – SIRT1, mTOR, AMPK – auf molekularer Ebene mit der inneren Uhr verknüpft sind und wie chronobiologische Interventionen wie zeitlich begrenztes Essen und optimierte Lichtexposition die Rhythmizität wiederherstellen und die gesunde Lebensspanne verbessern können.