Brain HealthZink wirkt als zweischneidiges Schwert bei hypoglykämischen Hirnschäden
Wenn der Blutzucker gefährlich absinkt, erleidet das Gehirn schwere Schäden – und ein überraschender Verursacher wurde identifiziert: Zink. Diese Übersichtsarbeit zeigt, dass Zink, das aus Synapsen freigesetzt wird, sich während einer Glukoseunterversorgung in Neuronen ansammelt, die Mitochondrien schädigt und oxidativen Zelltod auslöst. Der Schaden verschlimmert sich paradoxerweise, wenn Glukose wieder zugeführt wird, da Zink und reaktive Sauerstoffspezies gemeinsam den Zellstoffwechsel zum Zusammenbruch bringen. Gleichzeitig ist Zink für die Gehirnreparatur und Neurogenese während der Erholung unverzichtbar. Die Autoren schlagen eine präzise zeitlich abgestimmte Behandlungsstrategie vor: die zinkgetriebenen oxidativen Schäden akut während der Verletzungsphase unterdrücken und anschließend eine kontrollierte Zinksignalisierung wiederherstellen, um die Heilung zu unterstützen. Dieser Ansatz könnte nicht nur bei Hypoglykämie, sondern auch bei Schlaganfall und anderen metabolischen Hirnerkrankungen Anwendung finden.