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Bariatrische Chirurgie lässt wichtige Organe schrumpfen, verlangsamt den Stoffwechsel und begünstigt die Gewichtszunahme

Neue Forschungsergebnisse zeigen, wie die Schrumpfung von Leber und Nieren nach einer Magenbypass-Operation erklären könnte, warum der Stoffwechsel sich verlangsamt und das Gewicht zurückkehrt.

Samstag, 28. März 2026 0 Aufrufe
Veröffentlicht in Clinical nutrition (Edinburgh, Scotland)
Scientific visualization: Bariatric Surgery Shrinks Key Organs, Slowing Metabolism and Promoting Weight Regain

Zusammenfassung

Forscher haben herausgefunden, dass metabolisch-bariatrische Chirurgie zu einer erheblichen Schrumpfung von Leber und Nieren führt, was erklären könnte, warum der Stoffwechsel nach dem Eingriff drastisch verlangsamt. In einer Studie mit 58 Erwachsenen mit schwerer Adipositas verloren die Teilnehmer im Durchschnitt 31 kg, erlebten jedoch einen Rückgang der Ruhestoffwechselrate um 17 %. Entscheidend dabei: Das Lebervolumen nahm um 21 % ab und das Nierenvolumen um 11 %, und diese Organveränderungen waren für fast 40 % der Stoffwechselverlangsamung verantwortlich. Dieser Befund hilft zu erklären, warum bis zur Hälfte der bariatrisch operierten Patienten innerhalb von fünf Jahren wieder an Gewicht zunimmt – da sich ihr Körper anpasst, indem er im Ruhezustand weniger Kalorien verbrennt.

Detaillierte Zusammenfassung

Diese bahnbrechende Forschung enthüllt einen bisher unbekannten Mechanismus hinter der Gewichtszunahme nach bariatrischer Chirurgie und liefert neue Erkenntnisse darüber, warum eine langfristige Gewichtsreduktion selbst nach einem erfolgreichen chirurgischen Eingriff schwierig bleibt.

Forscher begleiteten 58 Erwachsene mit schwerer Adipositas über eine 26-wöchige randomisierte kontrollierte Studie und maßen Veränderungen des Organvolumens, des Stoffwechsels und der Körperzusammensetzung vor und nach einer metabolisch-bariatrischen Operation. Die Teilnehmer wurden verschiedenen Sportgruppen oder einer Kontrollgruppe zugeteilt, um zu testen, ob körperliche Aktivität einer Stoffwechselanpassung vorbeugen kann.

Die Studie verwendete hochauflösende 3-T-Magnetresonanztomographie zur Messung von Leber- und Nierenvolumen, Stoffwechselmesskammern zur Bestimmung des Ruheenergieumsatzes sowie DEXA zur Analyse der Körperzusammensetzung. Die Teilnehmer verloren durchschnittlich 31 kg (27 % des Körpergewichts), verzeichneten jedoch eine besorgniserregende Reduktion des Ruheenergieumsatzes um 356 kcal pro Tag.

Am bedeutsamsten ist, dass die Forschung zeigte: Das Lebervolumen nahm nach der Operation um 21 % ab, das Nierenvolumen um 11 %. Diese Organveränderungen waren direkt mit der Stoffwechselverlangsamung verknüpft – die Leberverkleinerung erklärte 32 % der Stoffwechselanpassung, die Nierenveränderungen weitere 6 %. Zusammen mit dem Verlust an fettfreier Masse erklärten diese Faktoren nahezu 70 % der dramatischen Stoffwechselverlangsamung.

Im Hinblick auf Langlebigkeit und Gesundheitsoptimierung legt diese Forschung nahe, dass die Erhaltung von Organfunktion und -größe entscheidend für die Aufrechterhaltung der Stoffwechselgesundheit nach einem erheblichen Gewichtsverlust sein könnte. Die Ergebnisse könnten zu gezielten Interventionen führen, die Leber und Nieren während einer Gewichtsabnahme unterstützen, die Stoffwechselanpassung, die eine Gewichtszunahme begünstigt, möglicherweise verhindern und die langfristige Stoffwechselgesundheit fördern.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Liver volume decreased 21% and kidney volume 11% after bariatric surgery
  • Organ shrinkage accounted for 38% of the 356 calorie daily metabolic slowdown
  • Exercise training did not prevent organ volume reduction or metabolic adaptation
  • Metabolic adaptation averaged 289 calories per day regardless of exercise type
  • Up to 50% of bariatric patients regain weight within five years due to slowed metabolism

Methodik

Diese randomisierte kontrollierte Studie begleitete 58 Erwachsene mit schwerer Adipositas über 26 Wochen und verwendete 3-T-MRT zur Messung der Organvolumina, Stoffwechselmesskammern zur Bestimmung des Ruhestoffwechsels sowie DEXA zur Körperzusammensetzungsanalyse. Die Teilnehmer wurden randomisiert einer Ausdauer-, Kraft-, kombinierten Trainingsgruppe oder einer Kontrollgruppe zugeteilt.

Studienlimitierungen

Die Studie wies eine relativ kleine Stichprobengröße und eine Dauer von 26 Wochen auf, was langfristige Schlussfolgerungen einschränkt. Die Mechanismen, die zur Reduktion des Organvolumens führen, bleiben unklar, und die Ergebnisse lassen sich möglicherweise nicht auf alle Arten bariatrischer Eingriffe oder Patientenpopulationen übertragen.

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