Nutrition & DietPressemitteilung

Rote-Bete-Saft senkt Blutdruck bei älteren Erwachsenen innerhalb von 2 Wochen durch Umgestaltung der Mundbakterien

Eine Studie der University of Exeter ergab, dass zweimal täglich konsumierter Rote-Bete-Saft den Blutdruck bei Erwachsenen ab 60 Jahren senkte, indem er die Zusammensetzung des oralen Mikrobioms veränderte.

Montag, 25. Mai 2026 11 Aufrufe
Veröffentlicht in ScienceDaily Nutrition
Article visualization: Beet Juice Cuts Blood Pressure in Older Adults Within 2 Weeks by Reshaping Mouth Bacteria

Zusammenfassung

Eine Studie der University of Exeter, veröffentlicht in Free Radical Biology and Medicine, zeigt, dass zweimal tägliches Trinken von konzentriertem Rote-Bete-Saft über zwei Wochen den Blutdruck bei Erwachsenen ab 60 Jahren messbar senkte. Der Mechanismus beruht darauf, dass Nitrat aus dem Saft von Mundbakterien in Stickstoffmonoxid umgewandelt wird, was zur Entspannung der Blutgefäße beiträgt. Die Forschenden stellten fest, dass Rote-Bete-Saft schädliche Prevotella-Bakterien reduzierte und gleichzeitig nützliche Neisseria im oralen Mikrobiom älterer Erwachsener förderte. Bei jüngeren Erwachsenen zeigten sich ebenfalls Veränderungen im Mikrobiom, jedoch kein blutdrucksenkender Effekt. Dies deutet darauf hin, dass altersbedingte Verschiebungen in der oralen Bakterienbesiedlung den Nitrat-zu-Stickstoffmonoxid-Stoffwechselweg beeinträchtigen können und dass eine einfache Ernährungsgewohnheit helfen könnte, diesen wiederherzustellen. Der Befund unterstreicht das orale Mikrobiom als unterschätzten Ansatzpunkt für die kardiovaskuläre Gesundheit im Alter.

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Detaillierte Zusammenfassung

Die Blutdruckkontrolle ist einer der wichtigsten Faktoren für gesundes Altern, und neue Forschungsergebnisse legen nahe, dass eine einfache Ernährungsgewohnheit – zweimal täglich Rote-Bete-Saft zu trinken – älteren Erwachsenen durch einen überraschenden Mechanismus bedeutende Vorteile bieten könnte: die Umgestaltung der im Mund lebenden Bakterien.

Forscher der University of Exeter führten die bislang größte Studie dieser Art durch und nahmen 75 Erwachsene auf, die in eine jüngere Gruppe (unter 30 Jahren) und eine ältere Gruppe (60er–70er Jahre) aufgeteilt wurden. In einem Crossover-Design tranken die Teilnehmer jeweils zwei Wochen lang entweder nitrathaltigen Rote-Bete-Saft oder ein nitratarmes Placebo, getrennt durch eine Auswaschphase. Mittels bakterieller Gensequenzierung wurden die Veränderungen des oralen Mikrobioms während der gesamten Studie verfolgt.

Der wichtigste Befund war altersspezifisch. Beide Gruppen zeigten nach dem Konsum von nitratreichem Saft Veränderungen im oralen Mikrobiom, doch nur ältere Erwachsene verzeichneten einen signifikanten Blutdruckabfall. Bei den älteren Teilnehmern nahmen schädliche Prevotella-Bakterien ab, während nützliche Neisseria-Bakterien zunahmen – Veränderungen, die offenbar die Umwandlung von Nahrungsnitrat in Stickstoffmonoxid unterstützen, ein Molekül, das die Blutgefäßwände entspannt und den Druck reguliert. Jüngere Erwachsene, die mit einem niedrigeren Ausgangsblutdruck begannen, zeigten trotz ähnlicher Mikrobiomveränderungen keine vergleichbare kardiovaskuläre Reaktion.

Dies verweist auf eine wichtige Erkenntnis: Der Nitrat-zu-Stickstoffmonoxid-Stoffwechselweg könnte mit zunehmendem Alter aufgrund von Veränderungen in der Zusammensetzung der oralen Bakterien weniger effizient werden, und Nahrungsnitrat könnte dazu beitragen, dieses System neu zu kalibrieren. Rote Bete ist besonders nitratreich, aber auch Spinat, Rucola, Sellerie, Fenchel und Grünkohl sind geeignete Quellen für alle, die Abwechslung in ihrer Ernährung suchen.

Es sind jedoch Einschränkungen zu beachten. Die Studie war mit 75 Teilnehmern klein, und die Artikelzusammenfassung bricht ab, bevor vollständige Ergebnisse präsentiert werden. Langzeiteffekte, optimale Dosierungen und Wechselwirkungen mit Medikamenten wie Antihypertensiva sind noch unklar. Eine unabhängige Replikation in größeren und vielfältigeren Bevölkerungsgruppen ist erforderlich, bevor eindeutige klinische Empfehlungen ausgesprochen werden können.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Twice-daily beetroot juice lowered blood pressure in adults aged 60–70s after just two weeks of supplementation.
  • Older adults showed reduced Prevotella and increased Neisseria mouth bacteria, supporting nitric oxide production.
  • Younger adults experienced oral microbiome changes but no measurable blood pressure reduction from beetroot juice.
  • The nitrate-to-nitric oxide conversion pathway appears less efficient in older adults, potentially due to oral microbiome shifts.
  • Spinach, arugula, celery, fennel, and kale are alternative dietary nitrate sources beyond beetroot juice.

Methodik

Dies ist eine Nachrichtenzusammenfassung einer begutachteten randomisierten Crossover-Studie, die in Free Radical Biology and Medicine von der University of Exeter veröffentlicht wurde, einer angesehenen Forschungseinrichtung. Die Studie verwendete bakterielle Gensequenzierung und ein placebokontrolliertes Design mit einer Auswaschphase, was eine rigorose Methodik für eine Ernährungsinterventionsstudie darstellt. Die Stichprobengröße war mit 75 Teilnehmern bescheiden, was die Verallgemeinerbarkeit einschränkt.

Studienlimitierungen

Der Artikelinhalt ist gekürzt, sodass vollständige statistische Ergebnisse und Effektgrößen nicht zur Auswertung vorliegen. Die Studie umfasste lediglich 75 Teilnehmer aus zwei Altersgruppen, was die statistische Aussagekraft und die demografische Vielfalt einschränkt. Die langfristige Nachhaltigkeit der Blutdrucksenkungen, die optimale Saftkonzentration sowie Wechselwirkungen mit blutdrucksenkenden Medikamenten müssen noch weiter untersucht werden.

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