Nutrition & DietPressemitteilung

BMI klassifiziert laut neuer Körperfettstudie mehr als ein Drittel der Erwachsenen falsch

Erweiterte DEXA-Scans zeigen, dass der BMI bei 34 % der Menschen zu einer Fehlklassifizierung führt und den tatsächlichen Körperfettanteil bei vielen Erwachsenen nicht korrekt erfasst.

Montag, 6. April 2026 4 Aufrufe
Veröffentlicht in ScienceDaily Nutrition
Article visualization: BMI Misclassifies Over One-Third of Adults According to New Body Fat Study

Zusammenfassung

Eine neue italienische Studie mit fortschrittlichen DXA-Körperscans hat ergeben, dass der BMI mehr als ein Drittel der Erwachsenen in falsche Gewichtskategorien einordnet. Die Forscher verglichen BMI-Einstufungen mit präzisen Körperfettmessungen bei 1.351 Erwachsenen und stellten dabei erhebliche Fehler fest. Bei Personen, die anhand des BMI als adipös eingestuft wurden, waren 34 % auf Grundlage des tatsächlichen Körperfettanteils lediglich übergewichtig. Noch auffälliger ist, dass 53 % der als übergewichtig eingestuften Personen falsch klassifiziert wurden – die meisten hatten tatsächlich ein normales Gewicht. Die Ergebnisse verdeutlichen die Einschränkungen des BMI, da dieser weder den tatsächlichen Körperfettanteil misst noch die Fettverteilung berücksichtigt, was potenziell zu unangemessenen Gesundheitsbewertungen und Behandlungen führen kann.

Detaillierte Zusammenfassung

Der Body-Mass-Index (BMI), eine der am weitesten verbreiteten Gesundheitskennzahlen, ist möglicherweise grundlegend ungeeignet zur Beurteilung des individuellen Gesundheitszustands. Neue Forschungsergebnisse italienischer Universitäten zeigen, dass der BMI mehr als ein Drittel der Erwachsenen falsch einordnet, wenn er mit präzisen Körperfettmessungen mittels DEXA-Scans verglichen wird.

Die Studie untersuchte 1.351 Erwachsene im Alter von 18 bis 98 Jahren und stellte erhebliche Diskrepanzen zwischen BMI-Kategorien und tatsächlichen Körperfettwerten fest. Von den Personen, die vom BMI als adipös eingestuft wurden, befanden sich 34 % laut DEXA-Ergebnissen tatsächlich in der Kategorie Übergewicht. Noch deutlicher war die Fehlklassifikation bei jenen, die vom BMI als übergewichtig eingestuft wurden – 53 % wurden falsch eingeordnet, wobei drei Viertel von ihnen tatsächlich einen normalen Körperfettanteil aufwiesen.

Diese Erkenntnisse sind bedeutsam, da der BMI trotz der Tatsache, dass er weder Körperfett direkt misst noch die Fettverteilung berücksichtigt, weiterhin als Standard für klinische Entscheidungen, Versicherungsbewertungen und Gesundheitsrichtlinien gilt. Die Forschungsarbeit zeigt, wie der BMI Menschen mit gesunder Körperzusammensetzung übersehen und gleichzeitig andere fälschlicherweise als gewichtsproblematisch kennzeichnen kann.

Für gesundheitsbewusste Personen legt dies nahe, dass der BMI allein keine ausreichenden Informationen über die Stoffwechselgesundheit oder das Krankheitsrisiko liefert. Die Körperzusammensetzung – das Verhältnis von Fett zu Muskelmasse – scheint für gesundheitliche Outcomes relevanter zu sein als das simple Verhältnis von Gewicht zu Körpergröße.

Zu den Einschränkungen der Studie zählen die ausschließliche Einbeziehung weißer kaukasischer Teilnehmer sowie die Durchführung an einem einzigen medizinischen Zentrum. Die Ergebnisse decken sich jedoch mit der wachsenden Kritik an der Genauigkeit des BMI und unterstützen die Forderung nach besseren Gesundheitsbewertungstools, die individuelle Unterschiede in der Körperzusammensetzung berücksichtigen.

Wichtigste Erkenntnisse

  • 34% of adults classified as obese by BMI were actually overweight based on DXA body fat scans
  • 53% of people labeled overweight by BMI were misclassified into wrong weight categories
  • BMI showed best agreement in normal weight range, aligning with DXA in 78% of cases
  • Two-thirds of underweight BMI classifications were incorrect according to body fat measurements

Methodik

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Studienlimitierungen

Die Studie konzentrierte sich ausschließlich auf weiße kaukasische Teilnehmer, was die Verallgemeinerbarkeit auf andere ethnische Gruppen einschränkt. Die Forschung wurde an einem einzigen medizinischen Zentrum durchgeführt, und die vollständigen Studiendetails sind noch nicht in einer begutachteten Fachzeitschrift veröffentlicht.

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