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Milchkonsum mit geringerem Herzinfarkt- und Schlaganfall-Sterberisiko bei chinesischen Erwachsenen verknüpft

Große Studie mit 512.000 chinesischen Erwachsenen zeigt, dass Milchkonsum das Risiko eines kardiovaskulären Todes um 18 % senkt – trotz gemischter Auswirkungen auf Herzerkrankungen.

Sonntag, 29. März 2026 0 Aufrufe
Veröffentlicht in The Journal of nutrition
Scientific visualization: Dairy Consumption Linked to Lower Heart Attack and Stroke Death Risk in Chinese Adults

Zusammenfassung

Eine umfangreiche Studie mit über 500.000 chinesischen Erwachsenen ergab, dass regelmäßiger Milchkonsum (4+ Tage pro Woche) das Risiko tödlicher Herzinfarkte signifikant um 12 %, das Risiko von Hirnblutungen um 31 % und die kardiovaskuläre Gesamtsterblichkeit um 18 % senkte. Allerdings erhöhte Milchkonsum auch das Risiko für ischämische Herzerkrankungen um 9 %. Die schützenden Effekte waren unabhängig von Blutdruckveränderungen, was darauf hindeutet, dass die Vorteile von Milchprodukten auf andere Mechanismen zurückzuführen sein könnten – etwa auf verbesserte Cholesterinwerte oder entzündungshemmende Verbindungen. Diese Forschung ist besonders wertvoll, da sie eine Bevölkerung mit traditionell geringem Milchkonsum untersuchte und so Einblicke liefert, wie sich Milchprodukte auf die kardiovaskuläre Gesundheit in unterschiedlichen Ernährungskontexten auswirken.

Detaillierte Zusammenfassung

Diese bahnbrechende Studie stellt konventionelle Vorstellungen über Milchprodukte und Herzgesundheit in Frage, indem sie sowohl schützende als auch schädliche Wirkungen aufzeigt – abhängig von der jeweiligen Herz-Kreislauf-Erkrankung. Die Forschung ist bedeutsam, weil frühere Studien zu Milchprodukten und Herzerkrankungen widersprüchliche Ergebnisse lieferten und die meisten in westlichen Bevölkerungen mit hohem Ausgangskonsum an Milchprodukten durchgeführt wurden.

Die Forscher verfolgten 512.000 chinesische Erwachsene über mehr als ein Jahrzehnt und erfassten dabei deren Milchkonsum sowie kardiovaskuläre Outcomes. Lediglich 10,7 % konsumierten regelmäßig Milchprodukte (an 4 oder mehr Tagen pro Woche), während 70 % Milchprodukte selten oder nie zu sich nahmen. Diese Population mit niedrigem Konsum bot eine einzigartige Möglichkeit, die Auswirkungen von Milchprodukten zu untersuchen.

Die Ergebnisse waren differenziert: Regelmäßige Konsumenten von Milchprodukten hatten ein um 18 % geringeres Risiko für kardiovaskuläre Sterblichkeit, ein um 12 % geringeres Risiko für tödliche Herzinfarkte und ein um 31 % geringeres Risiko für Hirnblutungen. Allerdings hatten sie auch ein um 9 % höheres Risiko für ischämische Herzerkrankungen insgesamt. Für Diabetes oder ischämischen Schlaganfall wurden keine signifikanten Zusammenhänge festgestellt.

Für die Optimierung der Langlebigkeit legen diese Erkenntnisse nahe, dass Milchprodukte möglicherweise kardiovaskulären Schutz vor den schwerwiegendsten Outcomes bieten, während sie das Risiko weniger schwerer Herzerkrankungen potenziell erhöhen könnten. Die Mechanismen umfassen wahrscheinlich die positiven Auswirkungen von Milchprodukten auf Cholesterin, Entzündungen und die Gefäßfunktion – unabhängig von Blutdruckveränderungen.

Wichtige Vorbehalte umfassen den beobachtenden Charakter der Studie, die keine Kausalität belegen kann, sowie den Fokus auf eine chinesische Bevölkerung mit niedrigem Milchkonsum. Die Ergebnisse lassen sich möglicherweise nicht auf westliche Bevölkerungen mit höherem Ausgangskonsum oder auf andere Milchprodukttypen und Verarbeitungsmethoden übertragen.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Regular dairy consumption reduced cardiovascular death risk by 18% in Chinese adults
  • Fatal heart attack risk decreased by 12% among regular dairy consumers
  • Brain hemorrhage risk dropped by 31% with regular dairy intake
  • Ischemic heart disease risk increased by 9% despite protective effects on severe outcomes
  • Benefits were independent of blood pressure changes, suggesting other protective mechanisms

Methodik

Prospektive Kohortenstudie mit 512.000 chinesischen Erwachsenen, die über einen medianen Zeitraum von 10,8 Jahren im Rahmen der China Kadoorie Biobank beobachtet wurden. Der Milchproduktekonsum wurde mithilfe validierter Fragebögen zu Studienbeginn und bei Nachbefragungen erfasst. Die Cox-Regressionsanalyse wurde um Störvariablen einschließlich BMI, Lebensstilfaktoren und Krankengeschichte bereinigt.

Studienlimitierungen

Das Beobachtungsstudiendesign kann keine Kausalität belegen. Ergebnisse aus einer chinesischen Bevölkerung mit geringem Milchproduktkonsum lassen sich möglicherweise nicht auf westliche Bevölkerungen mit höherem Ausgangskonsum übertragen. Die Studie differenzierte nicht zwischen verschiedenen Milchproduktarten oder Verarbeitungsmethoden.

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