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Kalzium aus Milchprodukten schützt die Knochen in den Wechseljahren ebenso gut wie Kalziumkarbonat-Nahrungsergänzungsmittel

Eine 12-monatige RCT zeigt, dass kalziuMangereicherte Permeat die Knochenumbaurate reduziert und die Knochenmineraldichte (BMD) ebenso wirksam erhält wie herkömmliches Calciumcarbonat.

Freitag, 8. Mai 2026 3 Aufrufe
Veröffentlicht in Am J Clin Nutr
A glass of milk beside white calcium supplement tablets and a DXA bone scan printout on a clinical desk

Zusammenfassung

Eine einjährige randomisierte Studie untersuchte, ob ein aus Molkerei gewonnenes Kalzium-Nahrungsergänzungsmittel namens kalziuchangereichertes Permeat (CP) die Knochen postmenopausaler Frauen ebenso gut schützen kann wie herkömmliches Kalziumkarbonat. Die Forscher nahmen 417 Frauen auf und verabreichten ihnen entweder ein Placebo, Kalziumkarbonat, CP allein oder CP in Kombination mit der Präbiotikfaser Inulin – jeweils ergänzt durch ein tägliches Vitamin-D-Nahrungsergänzungsmittel. Nach 12 Monaten zeigten alle drei Kalziumgruppen im Vergleich zur Placebogruppe signifikante Reduktionen bei den Knochenabbaumarkern, und die Knochendichte an Wirbelsäule oder Hüfte blieb erhalten oder verbesserte sich. Bemerkenswert war, dass die Zugabe von Inulin zum CP-Nahrungsergänzungsmittel keinen zusätzlichen Nutzen brachte. Die Ergebnisse legen nahe, dass aus Lebensmitteln gewonnene Kalziumquellen für die Aufrechterhaltung der Knochengesundheit während des risikoreichen postmenopausalen Zeitfensters ebenso wirksam sein können wie herkömmliche Nahrungsergänzungsmittel.

Detaillierte Zusammenfassung

Osteoporose betrifft weltweit Millionen postmenopausaler Frauen und wird durch den starken Östrogenabfall verursacht, der nach der Menopause den Knochenabbau beschleunigt. Ernährungsstrategien – insbesondere die Supplementierung mit Kalzium und Vitamin D – bleiben eine wichtige Erstlinienmaßnahme, doch bestehen weiterhin Fragen darüber, welche Kalziumquellen die höchste Bioverfügbarkeit aufweisen und langfristig am wirksamsten sind.

Die RENEW-Studie war eine 12-monatige, doppelblinde, multizentrische randomisierte kontrollierte Studie, in die 417 postmenopausale Frauen (Durchschnittsalter 56, BMI 25,5) eingeschlossen wurden. Die Teilnehmerinnen wurden einem von vier täglichen Therapieregimen zugeteilt: Maltodextrin-Placebo, 800 mg Kalzium als Kalziumkarbonat (CC), kalziuamangereicherte Permeat (CP) oder CP plus Inulin (CP-Inu). Alle Teilnehmerinnen erhielten zusätzlich täglich 20 µg Vitamin D. Der primäre Endpunkt war CTX, ein Marker für Knochenresorption; sekundäre Endpunkte umfassten P1NP (ein Marker für die Knochenbildung) sowie die Knochenmineraldichte (BMD) an der Wirbelsäule und am Schenkelhals.

Alle drei Kalziuminterventionen reduzierten CTX und P1NP im Vergleich zu Placebo signifikant, was auf eine supprimierte Knochenumbaute hinweist. Die Wirbelsäulen-BMD verbesserte sich signifikant unter CC und CP-Inu, während die BMD am Schenkelhals unter CP allein zunahm. Wichtig ist, dass zwischen den drei Kalziumgruppen keine statistisch signifikanten Unterschiede festgestellt wurden, was bedeutet, dass das aus Molkerei gewonnene CP mit dem weit verbreiteten Kalziumkarbonat vergleichbar abschnitt. Die Zugabe von Inulin brachte bei keinem Knochendichteendpunkt einen messbaren zusätzlichen Nutzen.

Für Kliniker und gesundheitsbewusste Personen sind diese Ergebnisse bedeutsam: Kalzium-angereichertes Permeat – ein Nebenprodukt der Molkereiverarbeitung – könnte eine auf der Lebensmittelmatrix basierende Alternative zu herkömmlichen Kalzium-Nahrungsergänzungsmitteln mit gleichwertiger Wirksamkeit darstellen. Dies könnte für Patienten relevant sein, die natürlich gewonnene Nährstoffe bevorzugen oder unter gastrointestinalen Nebenwirkungen von Kalziumkarbonat leiden.

Einschränkungen bestehen darin, dass die Zusammenfassung ausschließlich auf dem Abstract basiert, was eine vollständige Beurteilung der Methodik und von Subgruppenanalysen einschränkt. Die Studienkohorte wies zu Studienbeginn ausreichende Vitamin-D-Spiegel auf, sodass die Ergebnisse möglicherweise nicht auf Personen mit Vitamin-D-Mangel übertragbar sind. Die Mitfinanzierung durch Arla Foods – obwohl offengelegt und mit erklärter Nichtbeteiligung an der Datenanalyse – sollte bei der Bewertung berücksichtigt werden.

Wichtigste Erkenntnisse

  • All calcium forms (carbonate, permeate, permeate+inulin) significantly reduced bone resorption marker CTX vs. placebo after 12 months.
  • Calcium-enriched permeate preserved femoral neck BMD as effectively as calcium carbonate.
  • Spine BMD improved significantly with calcium carbonate and calcium-enriched permeate plus inulin.
  • Adding inulin prebiotic fiber to calcium-enriched permeate provided no additional bone benefit.
  • 76% trial completion with 89% average compliance supports the real-world feasibility of these supplements.

Methodik

Dies war eine 12-monatige randomisierte, doppelblinde, multizentrische, placebokontrollierte Studie mit 417 postmenopausalen Frauen in vier Studienarmen. Primärer Endpunkt war CTX (Knochenresorptionsmarker); sekundäre Endpunkte umfassten P1NP und per DEXA gemessene Knochenmineraldichte an Wirbelsäule und Femurhals. Für die Analyse wurden lineare gemischte Effektmodelle mit Adjustierung für multiple Outcomes verwendet.

Studienlimitierungen

Diese Zusammenfassung basiert ausschließlich auf dem Abstract, da die vollständige Arbeit nicht im Open Access verfügbar ist, was die Bewertung von Subgruppenanalysen, unerwünschten Ereignissen und der vollständigen statistischen Berichterstattung einschränkt. Die Studienpopulation wies ausreichende Vitamin-D-Spiegel auf, was die Übertragbarkeit auf Populationen mit Vitamin-D-Mangel einschränkt. Die teilweise Industriefinanzierung durch Arla Foods stellt, obwohl als nicht einflussnehmend deklariert, einen potenziellen Interessenkonflikt dar, der berücksichtigt werden sollte.

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