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Gadolinium-Kontrastmittel Gadobutrol bei Säuglingen unter 2 Jahren für MRT-Sicherheit untersucht

Eine Phase-1-Studie untersucht, wie Gadobutrol den Körper von Neugeborenen und Kleinkindern, die eine routinemäßige Kontrastmittel-MRT erhalten, durchläuft und wieder verlässt.

Freitag, 26. Juni 2026 1 Aufruf
Veröffentlicht in ClinicalTrials.gov
A small infant lying inside a large white MRI scanner, with a pediatric nurse in scrubs monitoring a connected IV line in a hospital radiology suite

Zusammenfassung

Diese Phase-1-Studie rekrutierte bis zu 50 Kinder im Alter von Neugeborenem bis 23 Monate, um zu untersuchen, wie sich Gadobutrol, ein gadoliniumbasiertes MRT-Kontrastmittel, pharmakokinetisch bei sehr jungen Patienten verhält. Kinder, die ohnehin für eine routinemäßige kontrastmittelverstärkte MRT eingeplant waren, erhielten eine standardmäßige intravenöse Dosis von 0,1 mmol pro Kilogramm Körpergewicht. Die Forscher entnahmen über zwei bis drei Tage kleine Blutproben und begleiteten jedes Kind etwa sieben Tage lang, um zu beurteilen, wie das Medikament aufgenommen, verteilt und ausgeschieden wird. Da gadoliniumhaltige Kontrastmittel renal eliminiert werden, wurden nur Kinder mit normaler Nierenfunktion eingeschlossen. Zudem wurden Sicherheit und Verträglichkeit bewertet. Die von Bayer finanzierte Studie wurde innerhalb von etwa einem Jahr abgeschlossen. Das Verständnis des Verhaltens von Kontrastmitteln bei Säuglingen ist klinisch bedeutsam, da sich die pädiatrische Pharmakokinetik deutlich von jener Erwachsener unterscheidet und Dosierungsrichtlinien für diese vulnerable Altersgruppe dedizierter Evidenz bedürfen.

Detaillierte Zusammenfassung

Gadoliniumbasierte Kontrastmittel wie Gadobutrol werden routinemäßig in der MRT eingesetzt, um die Gewebedarstellung zu verbessern. Ihr pharmakokinetisches Verhalten bei sehr kleinen Kindern – insbesondere bei Kindern unter zwei Jahren – wurde jedoch bislang aus Erwachsenendaten extrapoliert. Diese Phase-1-Studie wurde gezielt entwickelt, um diese Evidenzlücke zu schließen, indem untersucht wird, wie Gadobutrol bei Säuglingen und Kleinkindern aufgenommen, verteilt und ausgeschieden wird.

In die Studie wurden bis zu 50 Kinder im Alter von Neugeborenen (reife Geburt) bis zu Kleinkindern im Alter von 23 Monaten aufgenommen, die bereits für eine klinisch indizierte kontrastmittelverstärkte MRT vorgesehen waren. Jedes Kind erhielt Gadobutrol intravenös in der Standarddosis von 0,1 mmol pro Kilogramm Körpergewicht – dieselbe Dosis, die auch bei älteren Patientengruppen eingesetzt wird. Über einen Zeitraum von zwei bis drei Tagen wurden Blutproben von insgesamt nicht mehr als 5 ml entnommen, um pharmakokinetische Daten zu erfassen, und die Kinder wurden etwa sieben Tage lang zur Überwachung von Sicherheit und Verträglichkeit nachbeobachtet.

Kinder mit einer Niereninsuffizienz jeglichen Grades – definiert als eine geschätzte glomeruläre Filtrationsrate von weniger als 80 Prozent der altersadjustierten Normalwerte gemäß der Schwartz-Formel – wurden ausgeschlossen. Dieser Ausschluss spiegelt den bekannten renalen Eliminationsweg gadoliniumhaltiger Mittel sowie das erhöhte Risiko einer nephrogenen systemischen Fibrose bei Patienten mit Niereninsuffizienz wider.

Da Säuglinge im Vergleich zu Erwachsenen und älteren Kindern eine unreife Nierenfunktion, andere Körperwasserkompartimente und ein unterschiedliches Proteinbindungsverhalten aufweisen, sind dedizierte pharmakokinetische Daten für eine sichere Dosierung unerlässlich. Die Ergebnisse dieser Studie würden eine evidenzbasierte Kennzeichnung von Gadobutrol für die jüngste Patientengruppe unterstützen und Klinikern fundierte Entscheidungen über den Kontrastmitteleinsatz in der pädiatrischen Bildgebung ermöglichen.

Obwohl die Studie abgeschlossen wurde, liegen aus dem Abstract allein keine vollständigen Ergebnisse vor. Die Studie stellt einen wichtigen regulatorischen und klinischen Schritt dar, um sicherzustellen, dass kontrastmittelverstärkte MRT bei Säuglingen – einer Patientengruppe mit einzigartigen und bislang unzureichend charakterisierten Arzneimittelmetabolismus-Profilen – sicher und wirksam durchgeführt werden kann.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Phase 1 trial evaluated gadobutrol pharmacokinetics in 50 infants and toddlers under 24 months old.
  • Standard adult dose of 0.1 mmol/kg was administered to evaluate whether it is appropriate for very young children.
  • Only children with normal kidney function were enrolled, reflecting gadolinium's renal clearance pathway.
  • Minimal blood volume (under 5 ml) was used for sampling, minimizing burden on small pediatric patients.
  • Study aimed to generate data needed for evidence-based dosing guidelines in the youngest MRI patients.

Methodik

Dies war eine Phase-1-Studie mit offenem Design zur Pharmakokinetik und Sicherheit, gesponsert von Bayer, mit bis zu 50 pädiatrischen Probanden im Alter von Neugeborenen bis 23 Monaten. Gadobutrol wurde intravenös in einer Dosis von 0,1 mmol/kg während klinisch geplanter MRT-Untersuchungen verabreicht; serielle Blutentnahmen erfolgten über 2–3 Tage mit einer Gesamtnachbeobachtungszeit von ca. 7 Tagen pro Proband.

Studienlimitierungen

Die vollständigen Ergebnisse sind nicht öffentlich zugänglich; diese Zusammenfassung basiert ausschließlich auf dem Abstract. Die geringe Stichprobengröße von 50 Probanden schränkt die statistische Aussagekraft und Verallgemeinerbarkeit ein. Der Ausschluss von Säuglingen mit eingeschränkter Nierenfunktion bedeutet, dass die Ergebnisse die Hochrisikosubgruppe nicht abdecken.

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