Nutrition & DietPressemitteilung

Intermittierendes Fasten ist beim Gewichtsverlust ebenso wirksam wie Kalorienzählen – mit weniger mentalem Aufwand

Eine klinische Studie zeigt, dass intermittierendes Fasten zu gleich hohem Gewichtsverlust führt wie Kalorienrestriktion, dabei jedoch als weniger mental belastend empfunden wird – was die langfristige Einhaltung verbessert.

Donnerstag, 9. Juli 2026 1 Aufruf
Veröffentlicht in ScienceDaily Nutrition
Article visualization: Intermittent Fasting Matches Calorie Counting for Weight Loss With Less Mental Strain

Zusammenfassung

Eine neue 18-monatige klinische Studie der University of Adelaide ergab, dass intermittierendes Fasten und herkömmliche Kalorienrestriktion zu ähnlichem Gewichtsverlust führten – etwa sieben Kilogramm in sechs Monaten –, die Teilnehmer des Fastenplans jedoch deutlich weniger mentalen Aufwand berichteten. Im Gegensatz zu Kalorienzählern fühlten sich Fastende nicht dazu gedrängt, ständig Portionen zu kontrollieren oder übermäßigem Essen zu widerstehen. Beide Gruppen berichteten zudem von Verbesserungen der Stimmung und des allgemeinen Wohlbefindens. Die Forscher vermuten, dass intermittierendes Fasten über andere psychologische Mechanismen wirkt und damit eine nachhaltigere Option für Menschen darstellt, denen es schwerfällt, konventionelle Diäten durchzuhalten. Die Ergebnisse wurden in Clinical Nutrition veröffentlicht.

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Detaillierte Zusammenfassung

Für die Millionen von Menschen, die immer wieder abnehmen, nur um das Gewicht erneut zuzunehmen, ist die Nachhaltigkeit die eigentliche Herausforderung beim Diäthalten. Eine neue klinische Studie der University of Adelaide legt nahe, dass intermittierendes Fasten im Vergleich zum traditionellen Kalorienzählen einen psychologisch einfacheren Weg zu dauerhaftem Gewichtsverlust bieten könnte.

Die Studie umfasste mehr als 200 erwachsene Personen mit Adipositas in einer 18-monatigen randomisierten kontrollierten Studie. Die Teilnehmer wurden einer von drei Gruppen zugeteilt: intermittierendes Fasten, kontinuierliche Kalorienrestriktion oder Standardversorgung. Die Fastengruppe nahm an drei nicht aufeinanderfolgenden Tagen pro Woche lediglich 30 % ihres täglichen Energiebedarfs innerhalb eines vierstündigen Morgenfensters zu sich, gefolgt von einem 20-stündigen Fasten. Die Kalorienrestriktionsgruppe aß täglich etwa 70 % ihrer normalen Kalorienmenge. Die Standardversorgungsgruppe erhielt ausschließlich allgemeine Ernährungsempfehlungen für eine gesunde Ernährung.

Nach sechs Monaten verloren beide Diätgruppen im Durchschnitt etwa sieben Kilogramm – weit mehr als die Standardversorgungsgruppe mit rund zwei Kilogramm. Entscheidend war, dass die Erfahrung beim Abnehmen deutlich unterschiedlich war. Kalorienzähler berichteten, dass sie anhaltende bewusste Anstrengung benötigten, um die Nahrungsaufnahme zu begrenzen und übermäßigem Essen zu widerstehen – ein Verhaltensfaktor, den die Forscher auf etwa 15 % ihres Gewichtsverlusts schätzten. Die Teilnehmer der Fastengruppe berichteten nicht von demselben Gefühl einer ständigen diätetischen Wachsamkeit.

Beide Diätgruppen berichteten außerdem von bedeutsamen Verbesserungen ihrer Depressionswerte und ihres allgemeinen Wohlbefindens, einschließlich an den Fastentagen selbst, was die Annahme in Frage stellt, dass Fastentage von Natur aus unangenehm oder stimmungsdämpfend sind.

Die praktische Bedeutung ist erheblich: Wenn intermittierendes Fasten gleichwertige Ergebnisse mit geringerer psychologischer Belastung erzielt, wird die Einhaltung über Monate und Jahre hinweg realistischer. Die Forscher warnen jedoch, dass über die langfristigen psychologischen und verhaltensbezogenen Auswirkungen von Fasten im Vergleich zur Kalorienrestriktion noch vieles unbekannt ist. Künftige Studien sind erforderlich, um zu ermitteln, welche Personen am besten auf welchen Ansatz ansprechen, bevor breite klinische Empfehlungen ausgesprochen werden können.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Intermittent fasting and daily calorie restriction produced equivalent weight loss of ~7 kg over six months.
  • Fasting participants reported significantly less mental effort and fewer feelings of constant dietary control.
  • Conscious intake restriction accounted for roughly 15% of weight loss in the calorie-counting group.
  • Both dieting approaches improved depression scores and overall wellbeing, even on fasting days.
  • Intermittent fasting may offer a more sustainable alternative for people who struggle with traditional diets.

Methodik

Dies ist eine Forschungszusammenfassung, die auf einer 18-monatigen randomisierten kontrollierten Studie basiert, die in der Fachzeitschrift Clinical Nutrition veröffentlicht und von der University of Adelaide durchgeführt wurde. Die Studie umfasste über 200 Erwachsene mit Adipositas in drei Gruppen und bietet damit eine angemessene statistische Aussagekraft. Die Quelle, die Adelaide University über ScienceDaily, ist glaubwürdig, obwohl für die Beurteilung der Effektgrößen und Abbruchraten Zugang zur primären Studie erforderlich ist.

Studienlimitierungen

Der Artikel berichtet keine Langzeitdaten zur Gewichtsstabilisierung über sechs Monate hinaus oder vollständige 18-Monats-Ergebnisse. Individuelle Unterschiede in der Fastenverträglichkeit, im Stoffwechselgesundheitsstatus und bei den Adhärenzraten werden nicht detailliert behandelt. Leser sollten die primäre Publikation in Clinical Nutrition konsultieren, um vollständige Informationen zu Methodik, Effektgrößen und Subgruppenanalysen zu erhalten.

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