Die meisten Menschen fehlt dieser herzschützende Nährstoff – versteckt in diesen Lebensmitteln
Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass weniger als 20 % der Menschen ausreichend Flavanole zu sich nehmen – Verbindungen, die das Risiko eines kardiovaskulären Todes senken –, selbst wenn sie täglich 5 Portionen Obst und Gemüse essen.
Zusammenfassung
Eine große internationale Studie mit über 30.000 Teilnehmern ergab, dass weniger als jeder fünfte Erwachsene ausreichend Flavanole zu sich nimmt – natürliche Pflanzenstoffe, die mit einem deutlich reduzierten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sind. Die Forschung, geleitet von Wissenschaftlern der University of Reading gemeinsam mit der Harvard Medical School und der UC Davis, zeigt, dass fünf tägliche Portionen Obst und Gemüse allein nicht ausreichen – die Auswahl der konkreten Lebensmittel ist weitaus entscheidender. Flavanolreiche Optionen wie Pflaumen, Brombeeren, Cranberries, Saubohnen, Kirschen, Äpfel und grüner Tee können die Aufnahme erheblich steigern. Die COSMOS-Studie hatte zuvor belegt, dass 500 mg Flavanole täglich das Sterberisiko durch Herzerkrankungen senken, doch die meisten Menschen mit einer üblichen gesunden Ernährung bleiben deutlich unter diesem Schwellenwert.
Detaillierte Zusammenfassung
Die meisten Menschen, die glauben, eine herzgesunde Ernährung zu befolgen, nehmen möglicherweise eine wichtige Klasse von Verbindungen namens Flavanole in unzureichender Menge zu sich. Eine neue Studie, veröffentlicht in Food and Function am 8. Juni 2026, zeigt, dass weniger als 20 % der Erwachsenen in Großbritannien und den USA genug dieser pflanzlichen Nährstoffe konsumieren, um einen bedeutsamen Herz-Kreislauf-Schutz zu erlangen – selbst unter denjenigen, die sich an die üblichen Ernährungsrichtlinien halten.
Die internationale Studie, geleitet von der University of Reading in Zusammenarbeit mit Harvard Medical School, UC Davis und Mars, Inc., analysierte Ernährungsdaten von über 30.000 Personen. Die Forschenden verwendeten Biomarker-Messungen – ein objektiveres Instrument als herkömmliche Ernährungsfragebögen – um die tatsächliche Flavanol-Aufnahme zu bewerten. Ihre Ergebnisse zeigen, dass das Einhalten der allgemeinen Empfehlung von fünf täglichen Portionen Obst und Gemüse keine ausreichende Flavanol-Zufuhr garantiert.
Die Zielaufnahme, abgeleitet aus der wegweisenden klinischen COSMOS-Studie, beträgt etwa 500mg Flavanole pro Tag – eine Menge, die mit einer deutlich reduzierten kardiovaskulären Sterblichkeit assoziiert ist. Die neuen Daten legen nahe, dass die meisten Menschen deutlich unter diesem Wert bleiben. Die reichhaltigsten Quellen pro Portion sind Pflaumen (~450mg pro Schale), Cranberries (~300mg), Brombeeren (~250mg), eine Tasse grüner Tee (~200mg), Saubohnen (~140mg) und ein mittelgroßer Apfel mit Schale (~110mg).
Erstautorin Dr. Javier Ottaviani betonte, dass die Lebensmittelauswahl – nicht die Lebensmittelmenge – die entscheidende Variable sei. Eine Handvoll Brombeeren oder eine tägliche Tasse grüner Tee könnte den Flavanol-Status und potenziell das kardiovaskuläre Risiko langfristig bedeutsam verbessern.
Einschränkungen sind zu beachten: Die Studie schließt eine industrielle Mitautorenschaft (Mars, Inc.) ein, was angesichts kommerzieller Interessen an kakaobasierten Flavanolen kritischer Betrachtung bedarf. Darüber hinaus können Studien mit Ernährungs-Biomarkern, obwohl die Zusammenhänge stark sind, Flavanole nicht vollständig von anderen Ernährungsvariablen isolieren. Dennoch ist die praktische Empfehlung – generisches Obst und Gemüse gegen flavanolreiche Optionen austauschen – risikoarm und evidenzbasiert.
Wichtigste Erkenntnisse
- Fewer than 20% of UK and US adults consume the 500mg daily flavanols associated with lower cardiovascular death risk.
- Eating 5 daily fruit and vegetable servings does not guarantee sufficient flavanol intake — specific food choices matter more.
- Plums, cranberries, blackberries, and green tea are among the highest flavanol sources per serving.
- One cup of green tea delivers ~200mg flavanols; one medium apple with skin provides ~110mg per serving.
- Current dietary guidelines may need updating to specify flavanol-rich food choices, not just produce quantity.
Methodik
Dies ist eine Forschungszusammenfassung, die auf einer von Experten begutachteten Studie basiert, die im Juni 2026 in Food and Function veröffentlicht wurde, einer angesehenen Zeitschrift der Royal Society of Chemistry. Die Studie verwendete Messungen von Ernährungs-Biomarkern bei über 30.000 Teilnehmern aus britischen und US-amerikanischen Kohorten, was stärkere Belege liefert als rein selbst berichtete Ernährungsdaten. Wichtiger Vorbehalt: Mars, Inc. ist als mitbeteiligte Institution aufgeführt, was einen potenziellen Interessenkonflikt durch die Industrie einführt.
Studienlimitierungen
Die Beteiligung von Mars, Inc. an der Studie stellt einen potenziellen Interessenkonflikt dar, der bei der Interpretation der Ergebnisse berücksichtigt werden sollte. Der Beobachtungsanteil der Studie kann keine Kausalität zwischen der Flavanol-Aufnahme und reduzierter Mortalität unabhängig von anderen Ernährungsfaktoren nachweisen. Leser sollten die primäre Publikation in Food and Function sowie die ursprünglichen COSMOS-Studiendaten für vollständige methodische Details konsultieren.
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