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Phase-1-Studie kartiert, wie NR und NMN nach der Nahrungsergänzung das Gehirn erreichen

Eine abgeschlossene pharmakoknetische Studie verfolgt die NAD-Vorläufer NR und NMN vom Blutkreislauf bis ins Gehirn und schließt damit eine wichtige Lücke in den humanen Daten.

Dienstag, 12. Mai 2026 9 Aufrufe
Veröffentlicht in ClinicalTrials.gov
A scientist in a white lab coat holding a cerebrospinal fluid collection vial next to a brain MRI scan on a lightboard in a clinical research setting

Zusammenfassung

NAD+-Spiegel im Gehirn nehmen mit dem Alter ab und tragen möglicherweise zu kognitivem Abbau und Neurodegeneration bei. Während Nahrungsergänzungsmittel wie Nicotinamide Riboside (NR) und Nicotinamide Mononucleotide (NMN) den NAD+-Spiegel im Blut erhöhen können, war bislang unklar, ob sie das Gehirn tatsächlich in nennenswerten Mengen erreichen. Die NAD-brain-Studie, gesponsert vom Haukeland University Hospital in Norwegen, hat sich zum Ziel gesetzt, dies direkt zu beantworten, indem sowohl die Pharmakokinetik im Blut als auch im Gehirn bei gesunden Teilnehmenden in der Phase-1-Testung gemessen wurde. Dies ist eine der ersten Studien, die eine NAD-Auffülltherapie rigoros bis in das Hirngewebe verfolgt, was sie zu einem wegweisenden Beitrag für alle macht, die diese Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der kognitiven Gesundheit und des Gehirnalterns einsetzen möchten. Vollständige Ergebnisse sind aus dem Abstract allein noch nicht öffentlich verfügbar.

Detaillierte Zusammenfassung

NAD+ ist ein Coenzym, das eine zentrale Rolle im zellulären Energiestoffwechsel, der DNA-Reparatur und der Aktivität von Langlebigkeitsproteinen – den sogenannten Sirtuinen – spielt. Der NAD+-Spiegel sinkt mit zunehmendem Alter in den meisten Geweben, einschließlich des Gehirns, deutlich ab. Dieser Rückgang wurde mit Neurodegeneration, kognitiven Beeinträchtigungen und einer verminderten Widerstandsfähigkeit gegenüber metabolischem Stress in Verbindung gebracht. Die Supplementierung mit NAD+-Vorstufen wie Nicotinamide Riboside (NR) und Nicotinamide Mononucleotide (NMN) hat als Strategie zur Wiederherstellung dieser Spiegel enorm an Popularität gewonnen – doch eine grundlegende Frage blieb bislang offen: Gelangen diese Verbindungen tatsächlich ins Gehirn?

Die NAD-brain-Studie, eine Phase-1-Pharmakokinetik-Studie unter der Trägerschaft des Haukeland University Hospital in Norwegen, wurde gezielt entwickelt, um diese Wissenslücke zu schließen. In der Studie, an der gesunde erwachsene Probanden teilnahmen, wurden NAD-bezogene Metabolitenspiegel sowohl im Blut als auch im Gehirn nach oraler Supplementierung mit NR oder NMN gemessen. Dieser Zwei-Kompartiment-Messansatz ist methodisch bedeutsam, da sich frühere Humanstudien fast ausschließlich auf NAD+-Spiegel im Blut oder in peripheren Geweben konzentriert haben.

Die Studie ist auf ClinicalTrials.gov als abgeschlossen gelistet, jedoch wurden detaillierte Ergebnisse und Outcomedaten basierend auf den derzeit verfügbaren Informationen noch nicht in einer begutachteten Fachzeitschrift veröffentlicht. Der Abschluss der Studie selbst stellt einen wichtigen Meilenstein dar, da pharmakokinetische Daten aus Hirngewebe – wahrscheinlich gewonnen durch Liquorpunktion oder fortschrittliche Neuroimaging-Verfahren – dem Fachgebiet direkte menschliche Belege zur Bioverfügbarkeit im zentralen Nervensystem liefern würden.

Sollten die Ergebnisse bestätigen, dass NR oder NMN den NAD+-Spiegel im Gehirn messbar erhöhen, würde dies die wissenschaftliche Grundlage für den Einsatz dieser Nahrungsergänzungsmittel in Strategien zur Bekämpfung des Hirnalterns, zur Prävention der Alzheimer-Erkrankung und zur Neuroprotektion stärken. Umgekehrt würde eine begrenzte Gehirngängigkeit den Fokus auf die Optimierung der Verabreichungsform oder auf alternative Verbindungen lenken.

Der Vorbehalt gegenüber der Studie besteht darin, dass derzeit nur das Abstract verfügbar ist, sodass noch keine Wirksamkeits- oder Sicherheitsergebnisse bewertet werden können. Kliniker und Forscher sollten die vollständige Publikation im Auge behalten.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Phase 1 trial directly measured NAD+ levels in both blood and brain after NR or NMN supplementation in healthy adults.
  • Study is now completed, making it one of the first human trials to assess brain bioavailability of NAD precursors.
  • Results could confirm or challenge the assumption that oral NR and NMN meaningfully elevate brain NAD+ levels.
  • Dual blood-and-brain pharmacokinetic design sets a new methodological standard for NAD supplement research.
  • Full peer-reviewed results not yet published; findings remain pending public release.

Methodik

Dies ist eine Phase-1-Pharmakokinetik-Studie an gesunden Probanden, die NR- und NMN-Nahrungsergänzungsmittel vergleicht, wobei NAD+-Metabolitenspiegel sowohl im Blut als auch im Gehirn gemessen wurden. Das Zwei-Kompartiment-Design umfasste wahrscheinlich eine Liquorentnahme oder Neuroimaging zur Beurteilung der Penetration ins zentrale Nervensystem. Die Studie wurde vom Haukeland University Hospital in Norwegen gesponsert und auf ClinicalTrials.gov (NCT05698771) registriert.

Studienlimitierungen

Diese Zusammenfassung basiert ausschließlich auf dem Abstract, da die vollständigen Studienergebnisse nicht öffentlich verfügbar sind; Daten zu Ergebnissen, Sicherheit oder Wirksamkeit können derzeit nicht bewertet werden. In die Studie wurden ausschließlich gesunde Teilnehmer aufgenommen, sodass die Erkenntnisse möglicherweise nicht auf Personen mit neurologischen Erkrankungen oder altersbedingtem kognitivem Abbau übertragbar sind. Details zum Studiendesign, zu Dosierungsprotokollen und zur Methodik der Gehirnmessung bleiben bis zur Veröffentlichung nicht offengelegt.

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