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Planetary Health Diet senkt Herzerkrankungsrisiko um 13 % in 29-jähriger Studie

Die Einhaltung der nachhaltigen EAT-Lancet-Diät senkte das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und Tod bei 13.444 Amerikanern über einen Zeitraum von fast drei Jahrzehnten.

Dienstag, 14. April 2026 5 Aufrufe
Veröffentlicht in J Am Heart Assoc
A colorful plate with quinoa, roasted vegetables, nuts, and a small portion of fish, surrounded by fresh produce on a wooden table

Zusammenfassung

Eine 29-jährige Studie mit 13.444 Amerikanern ergab, dass die Befolgung der EAT-Lancet-Planetengesundheitsdiät – mit Schwerpunkt auf pflanzlichen Lebensmitteln bei gleichzeitiger Einschränkung von Fleisch und Milchprodukten – das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 13 % senkte. Die Ernährungsweise, die sowohl für die menschliche als auch für die ökologische Gesundheit konzipiert wurde, reduzierte zudem das Schlaganfallrisiko um 16 %, das Herzinsuffizienzrisiko um 9 % und das allgemeine Sterberisiko um 10 %. Teilnehmer mit den höchsten Adherence-Scores erzielten bei allen Messgrößen deutlich bessere Ergebnisse, was darauf hindeutet, dass nachhaltige Ernährungsmuster gleichzeitig der persönlichen Gesundheit und dem Planeten zugutekommen können.

Detaillierte Zusammenfassung

Die planetare Gesundheitsdiät der EAT-Lancet-Kommission, die darauf ausgelegt ist, 10 Milliarden Menschen nachhaltig zu ernähren und dabei die Umweltbelastung zu reduzieren, hat in einer bedeutenden amerikanischen Langzeitstudie nachweislich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Todesfälle signifikant gesenkt. Forscher der Johns Hopkins University analysierten 29 Jahre Daten von 13.444 Erwachsenen mittleren Alters aus der ARIC-Studie und stellten fest, dass diejenigen, die dieses pflanzenbasierte Ernährungsmuster am konsequentesten befolgten, wesentlich bessere Gesundheitsergebnisse aufwiesen.

Die Studie verwendete den Planetary Health Diet Index (PHDI), um die Einhaltung der EAT-Lancet-Empfehlungen zu messen, die Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse und Hülsenfrüchte in den Vordergrund stellen und gleichzeitig rotes Fleisch, Milchprodukte und zugesetzten Zucker einschränken. Die Ernährung der Teilnehmer wurde auf einer Skala von 0 bis 135 bewertet, wobei höhere Werte eine stärkere Einhaltung anzeigen. Der Durchschnittswert lag bei 76, bei einer Spanne von 30 bis 113.

Im Verlauf von fast drei Jahrzehnten Nachbeobachtung dokumentierten die Forscher 5.074 kardiovaskuläre Ereignisse, 2.512 kardiovaskuläre Todesfälle und 8.436 Todesfälle insgesamt. Diejenigen im höchsten gegenüber dem niedrigsten Quintil der PHDI-Werte zeigten bemerkenswerte Risikoreduktionen: 13 % geringeres Gesamtrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, 16 % geringeres Schlaganfallrisiko und 9 % geringeres Herzinsuffizienzrisiko (alle p≤0,02). Pro 20-Punkte-Anstieg im PHDI-Wert erlebten die Teilnehmer ein um 13 % geringeres Risiko für koronare Herzkrankheit, ein um 13 % geringeres kardiovaskuläres Sterberisiko und ein um 10 % geringeres Gesamtmortalitätsrisiko.

Diese Erkenntnisse sind besonders bedeutsam, da sie aus einer vielfältigen amerikanischen Bevölkerung stammen – darunter schwarze und weiße Teilnehmer aus unterschiedlichen Bildungs- und Einkommensschichten –, und nicht nur aus dem Kreis hochgebildeter Gesundheitsfachleute wie in früheren Studien. Die Ergebnisse legen nahe, dass Ernährungsmuster, die auf planetare Nachhaltigkeit ausgelegt sind, gleichzeitig die menschliche Langlebigkeit und die Herz-Kreislauf-Gesundheit fördern können – und damit eine mögliche Lösung sowohl für die globale Gesundheits- als auch für die Klimakrise bieten.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Highest vs lowest PHDI adherence reduced total cardiovascular disease risk by 13% (p-trend <0.001)
  • Every 20-point PHDI increase lowered stroke risk by 16% (p≤0.02)
  • Heart failure risk decreased by 9% per 20-point PHDI increase (p≤0.02)
  • Cardiovascular death risk reduced by 13% per 20-point PHDI increase (p≤0.003)
  • All-cause mortality decreased by 10% per 20-point PHDI increase (p≤0.003)
  • Study tracked 13,444 participants over 29 years, documenting 5,074 CVD events and 8,436 total deaths
  • Average PHDI score was 76 out of 135 possible points, with range of 30-113

Methodik

Prospektive Kohortenstudie mit 13.444 amerikanischen Teilnehmern mittleren Alters (45–64 Jahre) aus der ARIC-Studie über einen medianen Beobachtungszeitraum von 29 Jahren (1987–2022). Die Nahrungsaufnahme wurde mithilfe von 66-Punkte-Ernährungsfrequenzfragebögen bei Visite 1 und Visite 3 erfasst. PHDI-Werte wurden anhand von 14 Nahrungskomponenten berechnet (Skala 0–135). Zur Berechnung der Risikoassoziationen wurde eine Cox-Proportional-Hazards-Regression verwendet, mit von Experten validierten kardiovaskulären Endpunkten.

Studienlimitierungen

Die Studie war beobachtender Natur, weshalb Kausalität nicht eindeutig nachgewiesen werden kann. Der Lebensmittelhäufigkeitsfragebogen erfasste keine Sojaprodukte, sodass diese PHDI-Komponente ausgeschlossen werden musste. Die Ernährungserfassung basierte auf Selbstauskünften, was zu Messfehlern führen kann. Die Studienpopulation bestand überwiegend aus schwarzen und weißen Amerikanern, was die Verallgemeinerbarkeit auf andere ethnische Gruppen einschränken könnte.

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