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Pflanzliche Ernährung reduziert Psoriasis-Risiko laut großer britischer Studie um 19 %

Eine pflanzenbasierte Ernährungsweise senkte die Psoriasis-Inzidenz bei über 121.000 Menschen, die über 11 Jahre lang beobachtet wurden, signifikant.

Samstag, 28. März 2026 0 Aufrufe
Veröffentlicht in Clinical nutrition (Edinburgh, Scotland)
Scientific visualization: Plant-Based Diets Reduce Psoriasis Risk by 19% in Major UK Study

Zusammenfassung

Eine große britische Studie mit 121.299 Teilnehmern über einen Zeitraum von mehr als 11 Jahren ergab, dass Personen mit der höchsten Einhaltung pflanzenbasierter Ernährungsweisen ein um 19 % geringeres Risiko hatten, an Psoriasis zu erkranken. Der Schutzeffekt war spezifisch auf den Verzicht auf ungesunde pflanzliche Lebensmittel und die Reduzierung des Fleischkonsums zurückzuführen. Unter den 822 Personen, die während der Studie eine Psoriasis entwickelten, zeigten diejenigen, die mehr vollwertige pflanzliche Lebensmittel verzehrten und gleichzeitig verarbeitete pflanzliche Lebensmittel sowie tierische Produkte einschränkten, den stärksten Schutz. Der Nutzen schien bei Personen mit geringem genetischen Risiko für Psoriasis am ausgeprägtesten zu sein und wurde teilweise durch das geringere Körpergewicht von Personen mit pflanzenbasierter Ernährung erklärt.

Detaillierte Zusammenfassung

Psoriasis betrifft Millionen von Menschen weltweit als chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. Obwohl genetische Faktoren eine Rolle spielen, deutet diese Forschung darauf hin, dass Ernährungsentscheidungen einen sinnvollen Schutz vor der Entwicklung dieser Erkrankung bieten können.

Die Forscher analysierten Daten von 121.299 UK Biobank-Teilnehmern ohne Psoriasis zu Studienbeginn und verfolgten deren Ernährung und Gesundheitsentwicklung über einen durchschnittlichen Zeitraum von 11,4 Jahren. Sie bewerteten zehn verschiedene Maße der Ernährungsqualität anhand detaillierter Ernährungstagebücher und identifizierten neue Psoriasis-Fälle über Krankenakten und Selbstauskünfte.

Die Studie ergab, dass Teilnehmer mit den höchsten Werten bei der pflanzenbasierten Ernährung (56–77 Punkte) ein um 19 % geringeres Risiko hatten, an Psoriasis zu erkranken, verglichen mit jenen mit den niedrigsten Werten (26–47 Punkte). Entscheidend war, dass der Schutz gezielt durch den verstärkten Verzehr gesunder pflanzlicher Lebensmittel entstand – bei gleichzeitigem Meiden ungesunder verarbeiteter Pflanzenprodukte und reduziertem Fleischkonsum. Der Nutzen war am stärksten ausgeprägt bei Menschen mit geringerer genetischer Anfälligkeit für Psoriasis.

Für Langlebigkeit und Gesundheitsoptimierung legt dies nahe, dass die Betonung von vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln bei gleichzeitiger Minimierung von verarbeiteten Lebensmitteln und Fleisch das Risiko für Entzündungserkrankungen senken kann. Die Forscher stellten fest, dass ein geringeres Körpergewicht den Schutzeffekt teilweise erklärte, was auf mehrere Wege hindeutet, über die eine pflanzenbasierte Ernährung die Gesundheit unterstützt. Da unter mehr als 121.000 Teilnehmern lediglich 822 Fälle auftraten (Inzidenz 0,68 %), stellt die absolute Risikoreduktion ein bedeutsames Präventionspotenzial auf Bevölkerungsebene dar. Dies ergänzt die wachsende Evidenz, dass pflanzenorientierte Ernährungsmuster gesundes Altern und Krankheitsprävention in mehreren Körpersystemen fördern.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Highest plant-based diet adherence reduced psoriasis risk by 19% over 11+ years
  • Protection came from avoiding unhealthy plant foods and reducing meat consumption
  • Benefits were strongest in people with low genetic psoriasis risk
  • Lower body weight partially explained the protective dietary effects

Methodik

Prospektive Kohortenstudie mit 121.299 UK Biobank-Teilnehmern, die im Mittel 11,4 Jahre lang beobachtet wurden. Mehrere 24-Stunden-Ernährungserhebungen wurden mithilfe von Oxford WebQ erfasst. Cox-Regressionsmodelle wurden für demografische, Lebensstil- und klinische Faktoren adjustiert.

Studienlimitierungen

Die Studienpopulation war überwiegend weiß und stammte aus dem Vereinigten Königreich, was die Verallgemeinerbarkeit einschränkt. Die Ernährungserhebungen stützten sich auf selbst geführte Ernährungstagebücher, die Messfehler enthalten können. Genetische Wechselwirkungen müssen in größeren Stichproben validiert werden.

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