Nutrition & DietPressemitteilung

Salzersatzstoffe könnten den Blutdruck senken – doch nur 6 % der Amerikaner verwenden sie

Obwohl Salzersatzstoffe kostengünstig und wirksam zur Blutdruckkontrolle sind, werden sie selbst von denjenigen, die sie am dringendsten benötigen, kaum genutzt.

Montag, 6. April 2026 2 Aufrufe
Veröffentlicht in ScienceDaily Nutrition
Article visualization: Salt Substitutes Could Lower Blood Pressure But Only 6% of Americans Use Them

Zusammenfassung

Eine neue Studie zeigt, dass weniger als 6 % der US-amerikanischen Erwachsenen Salzersatzstoffe verwenden, obwohl deren Wirksamkeit zur Senkung des Blutdrucks belegt ist. Forscher analysierten nationale Gesundheitsdaten aus einem Zeitraum von fast zwei Jahrzehnten und stellten fest, dass sich diese Nutzungsrate im Laufe der Zeit nicht verbessert hat – selbst nicht bei Menschen mit Bluthochdruck, die am meisten davon profitieren könnten. Salzersatzstoffe wirken, indem sie Natrium durch Kalium ersetzen und damit zwei zentrale Ernährungsfaktoren bei Bluthochdruck adressieren. Da Bluthochdruck nahezu die Hälfte der amerikanischen Erwachsenen betrifft und jährlich zu über 130.000 Todesfällen beiträgt, sehen Experten darin eine erhebliche verpasste Chance, Herzkrankheiten und Schlaganfälle durch eine einfache, kostengünstige Maßnahme zu verhindern.

Detaillierte Zusammenfassung

Hoher Blutdruck betrifft 122,4 Millionen Amerikaner und trägt zu mehr als 130.000 Todesfällen jährlich bei – dennoch bleibt eine überraschend einfache Lösung nach wie vor kaum genutzt. Neue Forschungsergebnisse, die auf den Hypertension Scientific Sessions der American Heart Association vorgestellt wurden, zeigen, dass weniger als 6 % der amerikanischen Erwachsenen Salzsübstitute verwenden, obwohl deren Wirksamkeit zur Blutdruckkontrolle belegt ist.

Forscher des UT Southwestern Medical Center analysierten nationale Gesundheitsdaten aus knapp zwei Jahrzehnten (2003–2020) und legten damit die erste Studie vor, die langfristige Trends bei der Nutzung von Salzsubstituten verfolgt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Nutzungsraten im Laufe der Zeit nicht verbessert haben – selbst bei Personen mit schwer behandelbarem Bluthochdruck, die am meisten davon profitieren würden.

Salzsubstitute wirken, indem sie Natrium durch Kalium ersetzen und damit zwei wesentliche Ernährungsfaktoren ansprechen, die zu Bluthochdruck beitragen. Obwohl sie ähnlich wie normales Salz schmecken und beim Erhitzen lediglich eine leicht bittere Note aufweisen, bieten sie eine praktische Möglichkeit, die Natriumaufnahme unter den empfohlenen Tageswert von 2.300 mg zu senken. Selbst eine Reduzierung des Natriums um 1.000 mg pro Tag kann zu spürbaren Blutdruckverbesserungen führen.

Die Untersuchung konzentrierte sich auf Personen mit normaler Nierenfunktion, die keine kaliumbeeinflussenden Medikamente einnehmen, da diese Gruppen Salzsubstitute sicher verwenden können. Da der größte Teil des Natriums in der Ernährung aus verarbeiteten Lebensmitteln und nicht aus Tafelsalz stammt, könnte die Kombination von Salzsubstituten mit einem reduzierten Konsum verarbeiteter Lebensmittel die Vorteile verstärken.

Experten betonen, dass dies eine erhebliche verpasste Chance für die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellt. Medizinisches Fachpersonal könnte eine entscheidende Rolle spielen, indem es mit Patienten, die Schwierigkeiten bei der Blutdruckkontrolle haben, über Salzsubstitute spricht und durch diese zugängliche und kostengünstige Maßnahme möglicherweise bessere Ergebnisse erzielt.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Less than 6% of U.S. adults use salt substitutes despite their blood pressure benefits
  • Usage rates haven't improved over nearly two decades of tracking
  • Salt substitutes replace sodium with potassium, addressing two key hypertension factors
  • Reducing sodium by 1,000mg daily can meaningfully improve blood pressure
  • People with normal kidney function can safely use salt substitutes

Methodik

Dies ist ein Bericht über vorläufige Forschungsergebnisse, die auf den Hypertension Scientific Sessions 2025 der American Heart Association vorgestellt wurden. Die Studie analysierte NHANES-Daten aus den Jahren 2003–2020 und stellt damit das erste langfristige nationale Monitoring von Trends bei der Verwendung von Salzersatzstoffen dar.

Studienlimitierungen

Der Artikel präsentiert vorläufige Forschungsergebnisse, die noch nicht vollständig peer-reviewed wurden. Details zur Methodik der Studie, zu Stichprobengrößen und spezifischen statistischen Befunden sind begrenzt. Sicherheitserwägungen für Personen mit Nierenerkrankungen oder bei der Einnahme bestimmter Medikamente erfordern professionelle medizinische Beratung.

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