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Vitamin K1 mit geringerem COPD-Risiko und besserer Lungenfunktion bei 179.000 Erwachsenen assoziiert

Eine große UK-Biobank-Studie zeigt, dass eine höhere Vitamin-K1-Aufnahme – durch Blattgemüse – mit einer um 16 % niedrigeren COPD-Rate und einer messbar besseren Lungenfunktion assoziiert ist.

Freitag, 24. April 2026 4 Aufrufe
Veröffentlicht in Am J Clin Nutr
A bunch of fresh dark green kale leaves on a wooden cutting board next to a glass of water, natural daylight kitchen setting

Zusammenfassung

Eine prospektive Studie mit über 179.000 britischen Erwachsenen ergab, dass eine höhere Vitamin-K1-Zufuhr über die Ernährung mit einer um 16 % niedrigeren COPD-Rate und einer deutlich besseren Lungenfunktion verbunden war, einschließlich höherer FVC- und FEV1-Messwerte. Der Schutzeffekt erreichte bei etwa 250 µg pro Tag ein Plateau – ungefähr einer Portion Grünkohl oder ein bis zwei Tassen Blattgemüse. Vitamin K2 zeigte keine signifikante Assoziation mit COPD oder Asthma. Bemerkenswerterweise war der Nutzen von Vitamin K1 für die Lungenfunktion bei Rauchern und Personen in Berufen mit erhöhtem Risiko am stärksten ausgeprägt. Zwischen beiden Formen von Vitamin K und Asthma im Erwachsenenalter wurden keine Zusammenhänge festgestellt. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass Vitamin K1, das in grünem Blattgemüse reichlich vorhanden ist, durch seine Beteiligung an Vitamin-K-abhängigen Proteinen, die die Lungenstruktur erhalten, eine wichtige Rolle für die Gesundheit der Atemwege spielen könnte.

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Detaillierte Zusammenfassung

Lungenerkrankungen sind weltweit eine der häufigsten Ursachen für Behinderung und Tod, dennoch sind ernährungsbedingte Faktoren, die die Atemwegsgesundheit beeinflussen, bisher wenig erforscht. Es ist bekannt, dass Vitamin-K-abhängige Proteine strukturelle Funktionen im Lungengewebe erfüllen, was Vitamin K in der Ernährung zu einem plausiblen, jedoch wenig untersuchten Faktor für Atemwegserkrankungen macht.

Diese prospektive Kohortenstudie analysierte Daten von 179.062 UK Biobank-Teilnehmern, die zu Studienbeginn weder an COPD noch an Asthma erkrankt waren. Die Aufnahme von Vitamin K1 und K2 über die Ernährung wurde mithilfe des Oxford WebQ 24-Stunden-Ernährungserhebungstools geschätzt. Neu aufgetretene COPD- und Asthmaerkrankungen wurden über einen medianen Beobachtungszeitraum von 10,5 Jahren anhand von Krankenhaus-, Sterbe- und Hausarztregistern erfasst. Die Lungenfunktion wurde im Querschnitt anhand von FEV1, FVC und dem FEV1/FVC-Verhältnis bewertet.

Eine höhere Vitamin-K1-Zufuhr war im Vergleich des höchsten mit dem niedrigsten Quintil mit einer um 16 % niedrigeren COPD-Rate verbunden (HR: 0,84; 95% CI: 0,75–0,94), wobei der Schutzeffekt oberhalb von etwa 250 Mikrogramm pro Tag ein Plateau erreichte. Vitamin K1 war außerdem mit einer besseren Lungenfunktion assoziiert — die FVC war im obersten gegenüber dem untersten Quintil um 44 mL höher und der FEV1 um 32 mL höher. Diese Zusammenhänge waren besonders ausgeprägt bei Rauchern und Beschäftigten in Berufsfeldern mit erhöhtem Risiko. Vitamin K2 zeigte keine signifikante Assoziation mit COPD und nur schwache, nicht-lineare Zusammenhänge mit der Lungenfunktion. Keine der beiden Vitamin-K-Formen war mit neu aufgetretenem Asthma assoziiert.

Die Befunde sind klinisch bedeutsam: 250 Mikrogramm Vitamin K1 lassen sich durch eine einzige Portion Grünkohl oder ein bis zwei Tassen Blattgemüse täglich erreichen, was diesen Wert zu einem praktisch umsetzbaren Ernährungsziel macht. Der unterschiedliche Effekt von K1 gegenüber K2 könnte auf unterschiedliche biologische Funktionen oder Unterschiede in den Nahrungsquellen zurückzuführen sein.

Wichtige Einschränkungen umfassen das Beobachtungsdesign, das keine Kausalschlüsse erlaubt, sowie die Nutzung von Ernährungserhebungsdaten, die mit Messfehlern behaftet sind. Die Zusammenfassung basiert ausschließlich auf dem Abstract, was eine vollständige methodische Beurteilung einschränkt.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Highest vitamin K1 intake linked to 16% lower COPD incidence versus lowest intake quintile.
  • Protective effect plateaus at ~250 mcg/day — achievable with one serving of kale.
  • Vitamin K1 associated with 44 mL higher FVC and 32 mL higher FEV1.
  • Benefits strongest in smokers and high-risk occupational groups.
  • Vitamin K2 and neither form of K showed association with asthma incidence.

Methodik

Prospektive Kohortenstudie mit 179.062 Teilnehmern der UK Biobank, die über einen Zeitraum von 10,5 Jahren begleitet wurden. Zur Analyse neu aufgetretener COPD- und Asthma-Erkrankungen kamen Cox-Proportional-Hazard-Modelle zum Einsatz; für querschnittliche Lungenfunktionsanalysen wurden multiple Regressionsmodelle mit Splines verwendet. Die Nahrungsaufnahme wurde mithilfe des Oxford WebQ 24-Stunden-Ernährungsprotokoll-Tools erfasst, ergänzt durch stratifizierte Analysen nach Geschlecht, Raucherstatus und Berufsgruppe.

Studienlimitierungen

Dies ist eine Beobachtungsstudie und kann keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Vitamin-K1-Aufnahme und Atemwegsergebnissen belegen. Die Nahrungsaufnahme wurde mittels selbstberichteter 24-Stunden-Ernährungsprotokoll erfasst, was anfällig für Messfehler ist und möglicherweise keine langfristigen Ernährungsgewohnheiten widerspiegelt. Diese Zusammenfassung basiert ausschließlich auf dem Abstract, da der Volltext nicht verfügbar war, was die Beurteilung der Confounder-Adjustierung und anderer methodischer Details einschränkt.

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