Nutrition & DietPressemitteilung

Dein Essen enthält mehr Salz als auf der Speisekarte angegeben – das hat die Forschung herausgefunden

Fast die Hälfte der getesteten Fertiggerichte überschritt den angegebenen Salzgehalt, wobei Nudelgerichte im Durchschnitt den gesamten Tagesbedarf in einer einzigen Portion enthielten.

Mittwoch, 8. Juli 2026 2 Aufrufe
Veröffentlicht in ScienceDaily Nutrition
Article visualization: Your Takeaway Is Saltier Than the Menu Claims — Here's What Research Found

Zusammenfassung

Eine an der University of Reading durchgeführte und in PLOS One veröffentlichte Studie untersuchte 39 Takeaway-Mahlzeiten aus 23 Restaurants und stellte fest, dass 47 % mehr Salz enthielten, als auf der Speisekarte angegeben war. Pastagerichte schnitten am schlechtesten ab und enthielten im Durchschnitt 7,2 g Salz pro Portion – damit wird die britische Tagesempfehlung von 6 g bereits durch eine einzige Mahlzeit überschritten. Ein einzelnes Pastagericht enthielt sogar 11,2 g. Fleischpizzen wiesen die höchste Salzkonzentration bezogen auf das Gewicht auf, und bei Currys schwankten die Werte erheblich. Überraschenderweise gehörte Fish and Chips zu den salzärmsten Optionen, da Salz dort typischerweise erst nach dem Garen und nur auf Wunsch hinzugefügt wird. Die WHO bringt übermäßigen Salzkonsum mit 1,8 Millionen Todesfällen jährlich in Verbindung, was eine genaue Kennzeichnung zu einem ernsthaften Anliegen der öffentlichen Gesundheit macht.

Detaillierte Zusammenfassung

Hoher Salzkonsum gehört zu den am besten belegten Treibern von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und vorzeitigem Tod – dennoch nehmen Millionen von Menschen unwissentlich weit mehr als empfohlen zu sich, wenn sie auswärts essen. Eine neue Studie der University of Reading, veröffentlicht in PLOS One, zeigt, dass Speisekartenbeschriftungen in Restaurants häufig unzuverlässige Orientierungshilfen für den tatsächlichen Salzgehalt sind – bei fast der Hälfte der getesteten Mahlzeiten überstiegen die realen Werte die angegebenen Zahlen.

Die Forscher kauften 39 Gerichte zum Mitnehmen aus 23 Lokalen im englischen Reading und nahmen dabei sowohl nationale Ketten als auch unabhängige Betriebe unter die Lupe. Sie maßen den tatsächlichen Salzgehalt und verglichen die Ergebnisse mit den in der Speisekarte angegebenen Werten. Die Erkenntnisse waren aufschlussreich: 47 % der Mahlzeiten mit Salzangaben enthielten mehr Salz als deklariert. Einige Gerichte aus unabhängigen Restaurants lieferten über 10g Salz – fast das Doppelte der empfohlenen britischen Tageshöchstmenge für Erwachsene von 6g.

Nudelgerichte stellten die bedenklichste Kategorie dar: Sie enthielten im Durchschnitt 7,2g Salz pro Portion, wobei ein Gericht 11,2g erreichte. Fleischpizzen wiesen mit 1,6g pro 100g die höchste Salzkonzentration auf. Currys zeigten die größte Schwankungsbreite – zwischen 2,3g und 9,4g pro Portion –, was sie schwer kalkulierbar macht. Pommes frites aus traditionellen Fish-and-Chips-Läden enthielten dagegen im Schnitt nur 0,2g pro Portion, verglichen mit 1g bei anderen Imbissbetrieben, da das Salz dort typischerweise erst nach dem Kochen zugegeben wird.

Leitende Forscherin Professor Gunter Kuhnle wies darauf hin, dass eine präzise Kennzeichnung für Restaurants strukturell schwierig sei, da Zubereitungsmethoden, Zutaten und Portionsgrößen variieren. Sie mahnte, Menüangaben eher als grobe Richtwerte denn als genaue Messwerte zu betrachten.

Für gesundheitsbewusste Personen ist die praktische Konsequenz eindeutig: Wer regelmäßig auswärts isst, ohne verstecktes Salz zu berücksichtigen, riskiert auf Dauer eine schleichende Verschlechterung seiner Herz-Kreislauf-Gesundheit. Die WHO führt jährlich 1,8 Millionen Todesfälle auf übermäßigen Salzkonsum zurück. Vernünftige Gegenmaßnahmen sind: kein zusätzliches Salz zu verlangen, Fish and Chips gegenüber Pasta oder Pizza zu bevorzugen und Nährwertangaben in Speisekarten mit gesunder Skepsis zu begegnen.

Wichtigste Erkenntnisse

  • 47% of takeaway meals tested contained more salt than their menu labels declared.
  • Pasta dishes averaged 7.2g of salt per serving — exceeding the entire UK recommended daily limit.
  • One pasta dish contained 11.2g of salt, nearly twice the recommended daily adult intake.
  • Fish and chip shop chips averaged just 0.2g salt per serving when salt is added only on request.
  • Curry dishes varied enormously in salt content, ranging from 2.3g to 9.4g per serving.

Methodik

Dies ist eine Forschungszusammenfassung, die auf einer von der University of Reading in PLOS One veröffentlichten, begutachteten Studie basiert. Die Studie testete 39 Mahlzeiten aus der realen Welt aus 23 Betrieben und maß den Salzgehalt direkt anhand der Menüangaben. Die Stichprobengröße ist bescheiden und geografisch auf eine britische Stadt beschränkt, was bei weitreichenden Verallgemeinerungen Vorsicht gebietet.

Studienlimitierungen

Die Studie untersuchte lediglich 39 Mahlzeiten aus einer britischen Stadt, was die Übertragbarkeit auf andere Regionen oder Küchen einschränkt. Nicht alle Restaurants stellten Salzangaben bereit, was zu Lücken im Vergleichsdatensatz führte. Die primären Quelldaten zur Messmethodik und statistischen Analyse sollten im vollständigen PLOS One-Artikel nachgelesen werden.

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