Heart HealthAHA-Stellungnahme definiert Bewegungsempfehlungen für Herzpatienten mit hohem Risiko neu
Die American Heart Association hat eine wegweisende wissenschaftliche Stellungnahme veröffentlicht, die sich mit dem Bewegungstraining in Bevölkerungsgruppen befasst, die von Standard-Herzrehabilitationsprogrammen typischerweise ausgeschlossen oder unzureichend versorgt werden. Zu diesen Gruppen zählen Menschen mit Gebrechlichkeit, Schlaganfall, Rückenmarksverletzungen, rheumatologischen Erkrankungen, genetischen Kardiomyopathien sowie Empfänger mechanischer Herzunterstützungssysteme oder implantierbarer Herzgeräte – sie alle stehen vor einzigartigen Barrieren und Risiken. Die Stellungnahme stellt fest, dass diese Patienten zwar mit sehr niedrigen Fitnessniveaus beginnen, jedoch durch angemessen angepasste Trainingsprogramme funktionelle Verbesserungen und Steigerungen der Lebensqualität erzielen, die mit denen niedrigrisikoreicherer Bevölkerungsgruppen vergleichbar sind oder diese sogar übertreffen. Anpassungen wie Kraft-, Gleichgewichts- und Beweglichkeitstraining ergänzend zum Ausdauertraining, kombiniert mit verstärkter Aufsicht und spezialisierter Ausrüstung, sind entscheidend für sichere Ergebnisse. Die Autoren fordern mehr Forschung zu skalierbaren, patientenzentrierten Ansätzen zur Umsetzung dieser Interventionen.