Longevity & AgingHäufiger Schlaganfalltyp hat eine andere Ursache als Ärzte jahrzehntelang dachten
Wissenschaftler der University of Edinburgh haben herausgefunden, dass der lakunäre ischämische Schlaganfall – eine häufige und folgenreiche Schlaganfallart – möglicherweise nicht in erster Linie durch Fettablagerungen in den Arterien verursacht wird, wie lange angenommen. Stattdessen scheint der stärkste Risikofaktor die Erweiterung und Aufweitung der kleinen Blutgefäße im Gehirn selbst zu sein, ein Kennzeichen der zerebralen Mikroangiopathie. Patienten mit erweiterten Arterien hatten ein mehr als viermal höheres Risiko, einen lakunären Schlaganfall erlitten zu haben. Dieser Befund hilft zu erklären, warum Standardbehandlungen wie Aspirin und Thrombozytenaggregationshemmer nur begrenzte Wirksamkeit gezeigt haben. Mehr als jeder vierte Studienteilnehmer entwickelte neue stille Schlaganfälle, selbst während einer Standardpräventionstherapie. Forscher richten ihren Fokus nun verstärkt auf Therapien, die die kleinsten Blutgefäße des Gehirns direkt schützen, darunter die laufende klinische Studie LACI-3.