Longevity & AgingDiabetes treibt trotz neuer Behandlungen die steigende Rate chronischer Nierenerkrankungen voran
Chronische Nierenerkrankungen betreffen etwa 36 Millionen Erwachsene in den USA, und ihre Gesamtprävalenz hat sich im vergangenen Jahrzehnt kaum verändert – sie liegt konstant bei etwa 14,8 %. Doch unter dieser scheinbar stabilen Oberfläche vollzieht sich eine beunruhigende Verschiebung: Nierenerkrankungen, die durch Diabetes verursacht werden, stiegen zwischen 2013 und 2023 von 4,7 % auf 5,7 % – obwohl neuere nierenschützende Medikamente wie SGLT2-Inhibitoren in dieser Zeit weit verbreitet verfügbar wurden. Herzinsuffizienz ist ebenfalls eng mit chronischen Nierenerkrankungen verknüpft, und Forscher warnen, dass Nierenerkrankungen zunehmend gemeinsam mit Herz- und Stoffwechselerkrankungen auftreten. Besonders alarmierend ist, dass 87 % der Erwachsenen mit chronischer Nierenerkrankung nichts von ihrer Erkrankung wissen. Frühzeitiges Screening – insbesondere Tests auf Albuminurie – hat daher für Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck oder Herzerkrankungen höchste Priorität.