Longevity & AgingGLP-1- und SGLT-2-Medikamente mit veränderten Autoimmunerkrankungsrisiken in großer Studie in Verbindung gebracht
Forscher analysierten Hunderttausende von Patientenakten, um die Risiken für Autoimmunerkrankungen bei drei Klassen neuerer Diabetesmedikamente zu vergleichen: GLP-1-Rezeptoragonisten, SGLT-2-Inhibitoren und DPP-4-Inhibitoren. Die in ACR Open Rheumatology veröffentlichte Studie ergab, dass DPP-4-Inhibitoren im Vergleich zu beiden anderen Wirkstoffklassen ein deutlich höheres Risiko für bullöses Pemphigoid und Dermatomyositis aufwiesen, während GLP-1-Medikamente im Vergleich zu DPP-4-Inhibitoren mit höheren Raten an Psoriasis, Psoriasis-Arthritis und autoimmuner Thyreoiditis assoziiert waren. GLP-1- und SGLT-2-Medikamente zeigten bei allen 19 untersuchten Autoimmunerkrankungen keine signifikanten Unterschiede. Die Forscher betonen, dass es sich dabei um vorläufige Signale handelt und keine bestätigten Kausalzusammenhänge vorliegen, und fordern weitergehende mechanistische Studien.