Longevity & AgingLewy-Body-Demenz ist weitaus häufiger als Diagnosen vermuten lassen
Demenz mit Lewy-Körperchen ist wahrscheinlich weitaus häufiger als klinische Diagnosen vermuten lassen – das zeigt eine neue systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse, die in JAMA Neurology veröffentlicht wurde. Forscher analysierten 12 bevölkerungsbasierte Studien und ermittelten eine gepoolte Inzidenz von knapp 47 pro 100.000 Personenjahre bei Erwachsenen ab 65 Jahren. Die Erkrankung ist durch kognitiven Abbau, visuelle Halluzinationen, REM-Schlaf-Verhaltensstörungen und Parkinsonismus gekennzeichnet – Symptome, die sich häufig mit denen der Alzheimer- und Parkinson-Erkrankung überschneiden, was eine präzise Diagnose erschwert. Männer werden offenbar häufiger diagnostiziert als Frauen. Experten betonen, dass die Erkennung einer Lewy-Körperchen-Demenz von großer Bedeutung ist, da sie einen eigenständigen klinischen Ansatz erfordert – einschließlich des Managements kognitiver, motorischer, psychiatrischer, Schlaf- und autonomer Symptome –, der sich wesentlich von der Alzheimer-Versorgung unterscheidet.