Longevity & AgingAtherosklerose-Behandlungen der nächsten Generation zielen auf Entzündungen an ihrem Ursprung ab
Eine umfassende Übersichtsarbeit in *Cell Reports Medicine* argumentiert, dass die Behandlung der Atherosklerose über die LDL-Reduktion hinausgehen und auf mechanistisch präzise, patientenindividuelle Interventionen ausgerichtet werden muss. Die Autoren untersuchen, wie Technologien wie monoklonale Antikörper, siRNA, mRNA-Therapeutika, CRISPR-Basisediting und epigenetische Reprogrammierung auf die Entzündungsbiologie in Plaques und über Organsysteme hinweg abzielen können. Besonders hervorzuheben ist, dass sie das Knochenmark – durch klonale Hämatopoese und trainierte Immunität – als einen unterschätzten systemischen Treiber des kardiovaskulären Risikos identifizieren. Die Übersichtsarbeit behandelt außerdem Colchicin-Studien, die Hemmung des IL-1β/IL-6-Signalwegs, Lp(a)-zielende siRNA und regulatorische T-Zell-Therapien, wobei anerkannt wird, dass die Identifizierung jener Patienten, die von diesen Ansätzen profitieren werden, die zentrale translationale Herausforderung bleibt.