Longevity & AgingSGLT2-Diabetes-Medikamente mit 39 % geringerem Demenzrisiko bei Menschen mit Stimmungsstörungen in Verbindung gebracht
Eine neue Studie, veröffentlicht in JAMA Network Open, ergab, dass SGLT2-Inhibitoren – eine Klasse von Diabetes-Medikamenten – bei älteren Erwachsenen mit schwerer Depression, bipolarer Störung oder Schizophrenie mit einem deutlich geringeren Risiko verbunden waren, eine Demenz zu entwickeln. Anhand von Daten aus über 112.000 Veteranen im Alter von 65 Jahren und älter stellten die Forscher fest, dass Personen, die SGLT2-Inhibitoren einnahmen, 39 % weniger wahrscheinlich eine Demenz entwickelten als Nicht-Anwender. Die Medikamente wurden zudem mit weniger psychiatrischen Notaufnahmebesuchen in Verbindung gebracht. Menschen mit schweren psychiatrischen Erkrankungen haben ein grundsätzlich höheres Demenzrisiko und werden nur selten in Präventionsforschung einbezogen, was diesen Befund für eine historisch unterversorgte Bevölkerungsgruppe besonders bedeutsam macht.