Longevity & AgingRauchdauer allein könnte die Lungenkrebsfrüherkennung besser vereinfachen als aktuelle Leitlinien
Das Lungenkrebsscreening wird nach wie vor viel zu selten genutzt – weniger als 20 % der infrage kommenden Personen lassen sich untersuchen. Eine neue Beobachtungsstudie, veröffentlicht in JAMA Internal Medicine, legt nahe, dass die bloße Anzahl der Jahre, in denen jemand geraucht hat, ein besseres Screeningkriterium sein könnte als die aktuellen USPSTF-Leitlinien, die auf Packungsjahren und der Zeit seit dem Rauchstopp basieren. Die Forscher stellten fest, dass Schwellenwerte von 20, 30 oder 40 Raucherjahren mehr Hochrisikopersonen identifizierten als die aktuellen Kriterien. Allerdings vergrößerte ein niedrigerer Schwellenwert von 20 Jahren den Kreis der infrage kommenden Personen erheblich – einschließlich vieler, bei denen ein Screening voraussichtlich keinen Nutzen bringen würde. Ein Schwellenwert von 40 Jahren erwies sich als beste Balance zwischen der Erfassung von Hochrisikopersonen und dem Ausschluss von Personen mit geringem Risiko. Experten betonen, dass keine einzige Regel die Vielfalt des Lungenkrebsrisikos unter ehemaligen und aktiven Rauchern vollständig abbilden kann.