Longevity & AgingZwei bis drei Tassen Kaffee täglich mit 35 % geringerem Demenzrisiko assoziiert – Ergebnisse einer bedeutenden Studie
Eine große Langzeitstudie, die über 131.000 Angehörige von Gesundheitsberufen über einen Zeitraum von bis zu 43 Jahren begleitete, ergab, dass das tägliche Trinken von zwei bis drei Tassen koffeinhaltigen Kaffees oder Tees mit einem um 35 % niedrigeren Risiko verbunden war, an Demenz zu erkranken – insbesondere bei Erwachsenen unter 75 Jahren. Die optimale Koffeindosis scheint bei etwa 250–300 mg pro Tag zu liegen. Oberhalb dieser Schwelle wurde kein zusätzlicher Schutz für das Gehirn beobachtet. Die Forschenden identifizierten mehrere biologische Mechanismen: Koffein blockiert Adenosin, was dazu beiträgt, die Dopamin- und Acetylcholinaktivität aufrechtzuerhalten, die im Alter auf natürliche Weise abnimmt. Es könnte zudem Neuroinflammationen und die Ansammlung von Amyloid-Plaques verringern, die mit der Alzheimer-Krankheit in Verbindung gebracht werden. Bemerkenswert ist, dass Personen, die mehr Entkoffeiniertes tranken, einen schnelleren Gedächtnisabbau zeigten – wahrscheinlich weil der Wechsel zu entkoffeiniertem Kaffee häufig auf zugrundeliegende gesundheitliche Probleme hinweist, die bereits mit kognitivem Abbau assoziiert sind.